Kurvenspaß und viele Pässe


Nur wenige Kilometer von Karlsruhe aus nach Westen befindet man sich im nördlichen Teil der Vogesen, einem Mittelgebirge, das sich entlang des Rheintals nach Süden erstreckt. Die Vogesen zusammen mit der linksrheinischen Ebene bilden das Elsass, jene Region in Frankreich, die bei uns Deutschen mit gut essen und trinken untrennbar verbunden ist. Die Ost-West-Ausdehnung entspricht ca. 45 km. Von Norden nach Süden sind es etwa 200 km. Und dieses Gebiet ist groß genug für vier Tage Fahrspaß pur? Genauso ist es.

Typisch für die Nordvogesen sind die Buntsandsteinfelsen die in der Historie die Basis für viele Burgen bildeten. Dazwischen immer wieder bewaldete Täler denen kleine, kurvenreiche Sträßchen folgen. Die Waldgebiete werden im großen Stil bewirtschaftet. So gibt es zahlreiche Forststraßen von der Breite eines großen Holz-Transporters die von jedermann legal befahren werden dürfen. Nur finden muss man sie erst mal, die Einstiege in dieses Wegelabyrinth. Straßenschilder sind Fehlanzeige. Wir fahren übrigens nur die asphaltierten Wege, die mit jeder Art von Motorrad befahren werden können. Enduroqualitäten sind also nicht erforderlich.

Die mittleren Vogesen erreichen selten mehr als Höhen zwischen 750 und 850m. Das Kurvengeschlängel am Donon und die Passsträßchen rund um den Champ du Feu hingegen durchbrechen die 1.000 Höhenmetermarke. Zwischendurch genießt man immer wieder unbeschreibliche Fernblicke.

Noch höher, und vor allem rauer, wird es im südlichen Teil der Vogesen. Die Route des Cretes, eine alte Militärstraße aus dem ersten Weltkrieg, folgt dem Vogesenkamm auf einer Höhe von etwa 1.200m.