Potpourri aus Kurven und Weser-Renaissance


Ein Ritt auf der Kanonenkugel, wie es einst die Geschichte des "Lügenbarons" Freiherr von Münchhausen berichtete, wird unsere Motorradtour durch das Weserbergland mit Sicherheit nicht, und auch vor dem Rattenfänger von Hameln brauchen wir uns nicht zu fürchten. Die Deutsche Märchenstraße hingegen ist real und verfügt über einige schöne Aussichtspunkte.

Das, was viele Motorradfahrer als "Weserbergland" in ihrem Kopf haben, ist in Wirklichkeit viel mehr. Hinter diesem Begriff verbirgt sich eine ganze, landschaftlich spannende Region zwischen den Städten Porta Westfalica und Hannover im Norden, sowie Hannoversch Münden im Süden. Im Norden liegen die Bückeberge, im Westen finden wir das Wesergebirge und das Lippische Bergland, im Nordosten den Deister und schließlich im Südosten der Naturpark Solling-Vogler mit dem angrenzenden Reinhardswald. Einige Bergzüge sind erstaunlich hoch und sogar schroff, und es gibt sogar Steilklippen am Rande des Süntel Plateaus.

Rechts und links der beschaulichen Weser finden wir Wiesen und Felder, aber auch Steilufer. Zum Queren der Weser bedienen wir uns der genialen Gierseilfähren, einer Erfindung aus dem 16. Jahrhundert. Lediglich angetrieben durch die Strömung des Flusses erreichen wir mit der Fähre das andere Ufer. Dringt man tiefer in die Berge ein, entdeckt man, was für ein unglaubliches, aber vielen unbekanntes Potential an richtig feinen Motorradsträßchen hier versammelt ist.